Zielgruppe: Die hier vorgestellte Gruppentherapie richtet sich an Menschen mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen.
Vor der Therapie: Sofern Sie noch nicht in einzeltherapeutischer Behandlung sind oder an unserer Basisgruppe teilgenommen haben, finden vor Beginn der Gruppentherapie mindestens zwei Einzelgespräche mit der Gruppentherapeutin statt. Ziele dieser Sitzungen sind das Kennenlernen, Diagnostik und Klärung offener Fragen. Am Ende dieser sogenannten probatorischen Sitzungen wird gemeinsam der Antrag für die Gruppentherapie gestellt.
Kosten der Therapie: Die Kosten für die Gruppentherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Es fallen keinerlei Zusatzkosten für Sie an. Bei privat versicherten Patient*innen ist die Kostenübernahme im Einzelfall zu klären.
Wie läuft die Gruppentherapie ab? Unsere Gruppentherapie findet in der Regel als geschlossene Gruppe statt. Das bedeutet, dass keine neuen Teilnehmenden im Laufe der Therapie dazukommen. Sie besteht aus maximal 9 Patient*innen und wird von einer Psychotherapeutin geleitet. Die Gruppe findet an 20 aufeinanderfolgenden Terminen mit jeweils 100 Minuten Dauer statt. Im Krankheitsfall kann die Sitzung leider nicht nachgeholt werden, die entsprechenden Materialien werden aber selbstverständlich ausgeteilt und offene Fragen besprochen. Bei Bedarf finden 4 zusätzliche begleitende Einzelgespräche statt.
Inhalte der Therapie: Inhaltlich geht es in der Gruppentherapie zum einen darum, den Einfluss des Stresserlebens auf die eigene psychische Erkrankung besser zu verstehen, zum anderen werden Strategien zur Stressbewältigung und zur Verbesserung der Resilienz erlernt. Jede Sitzung hat ein festes Thema, zu dem als Gruppe mit Hilfe verschiedener Materialien gearbeitet wird. Die Themen reichen dabei von der Klärung von Zusammenhängen über die Erarbeitung eines individuellen Entstehungsmodells bis hin zu der Auseinandersetzung mit verschiedenen Strategien. Dabei kommen neben Entspannungsmethoden und Problemlösestrategien vor allem emotionale und kognitive Strategien (z.B. die Betrachtung eigener Denkmuster) zum Einsatz. Anschließend fokussieren wir uns auf die Verbesserung wichtiger Aspekte von Resilienz. Die Gruppe ist also keine rein erklärende (psychoedukative) Gruppe, sondern ist verhaltenstherapeutisch basiert und enthält viele praktische Elemente. Sie ist auf Veränderung und Verbesserung ausgelegt. Insgesamt ist sie damit so aufgebaut wie eine verhaltenstherapeutische Einzeltherapie
Warum sollte ich eine Gruppentherapie machen? Schon lange ist bekannt, dass Gruppentherapien der Einzeltherapie in ihrer Wirksamkeit in nichts nachstehen. Sie verfügen im Gegenteil sogar über Mechanismen, die eine Einzeltherapie nicht anbieten kann. So wird der Kontakt mit anderen Betroffenen in der Regel als positiv, entlastend und hilfreich wahrgenommen. Gruppenteilnehmende können sich gegenseitig unterstützen und motivieren, sowie von bereits vorhandenen Erfahrungen der anderen Teilnehmenden profitieren. Besonders der Kontakt zu Menschen, die ihre Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle nachvollziehen können, ist sehr wertvoll. Wieviel Sie von sich selbst preisgeben möchten, entscheiden Sie natürlich (wie auch in der Einzeltherapie) selbst.